Endlichkeit

Das Leben ist endlich, die menschliche Existenz auch, „die Grenzen, die unserem Ehrgeiz gesteckt sind, (sind) von außen und oben gesehen eng und kläglich“ bemerkt schon Thomas Buddenbrook. Vermutlich habe ich noch meine guten 70 Jahre, bis ich gehen muss, vielleicht passiert es aber auch schon in einem Jahr, nächten Monat oder morgen. Eigentlich habe ich keine Angst davor zu sterben, ich habe nur Angst davor, dass ich nicht mehr genug Zeit habe um alles zu erleben, was ich mir vorgenommen habe. Ich möchte eine Weltreise machen, mit einem Rucksack, einem Notizbuch und einer kamera einmal um die ganze Welt, um andere Kulturen kennen zu lernen, Religionen zu verstehen und sich einfach nur treiben zu lassen, so ganz ohne Verpflichtungen. Ich möchte, dass die Menschen, die mir wichtig sind, dass auch wissen. Jeder dämliche Teenager benimmt sich in Gegenwart der Erziehungsberechtigen wahrscheinlich des öfteren, wie ein Vollpfosten, aber natürlich hat man seine Eltern trotzdem gern. Alina, falls ich mal ungebremst in ein Auto laufen sollte ist das definitiv kein Slebstmord sondern Doofheit, ich hätte gerne, dass du das meinen Eltern dann mitteilst. Auf meiner Beerdigung kannst du gerne einiges aus diesem Blog zitieren, aber bitte nur die lustigen Sachen, nicht diese depressiven „Wer bin ich und wenn ja wie viele?“ Gedanken. Ich finde Endlichkeit ist nichts schlimmes, Unendlichkeit hört sich viel bedrückender an. Man denke nur an all die Horrorgeschichten aus der griechischen Mythologie, unsterblich zu sein ist wohl eher unschön. Da bleibt dann nur noch die Frage: Himmel oder Hölle?!?

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