Gerüche

Es gibt Gerüche, die wird man sein lebenlang nicht vergessen. Tiere haben zwar nachgewiesener Maßen den besseren Riecher, aber auch wir schaffen … Das hat man davon, wenn man anfängt zu schreiben und dann irgend etwas anderes zu tun hat, weshalb man den Artikel als Entwurf speichert und dann vergisst. Ich bin sowieso vergesslich, manchmal schaue ich ein Film und habe bereits wenige Minuten nach Ende des Films vergessen, wie der Hauptdarsteller hieß. Vielleicht ist das ja ganz gewöhnlich, aber Sorgen mache ich trotzdem. Wie soll das nur im Ater werden?! Auf der anderen Seite kann ich mich manchmal Wochen nach einem Gespräch noch immer an flüchtige Bemerkungen erinnern, aber das kennt wohl jeder. Lange Rede, kurzer Sinn (noch so eins meiner mannigfaltigen Probleme), ich habe keine Ahnung mehr worauf ich mit diesem Artikel hinaus wollte. Ich könnte mir jetzt was auf den Fingern saugen, kann ich immer gut sowas, und mir fällt auch fiel zum Thema Gerüche ein, aber welchen Aspekt ich genau aufgreifen wollte, weiß ich nicht mehr. Vielleicht erinnerte ich mich daran, wie es bei uns zu Hause riecht, bei meiner Oma oder bei Freunden. Vielleicht bin ich an jemandem vorbei gegangen, dessen Geruch mir bekannt vorkam. Ich kann mich oft besser an Gerüche, als an Gesichter erinnern. Gerüche können Heimat bedeuten, viel mehr als Sprache. Womit wir wieder bei meinem Lieblingslehrer angekommen sind, wunderbar. Ich gehe jetzt singen, aber keineswegs freiwillig, mein Studienplan zwingt mich dazu. Hier riecht es gerade nach Sonne und nach Herbst, und nach einem Winter, der früh kommt, einen überrascht und mit seiner Dunkelheit umhüllt, um einen erst wieder im März freizugeben für ein zögerlichen Frühling.

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