Selbstwahrnehmung

Ich bin nicht ich, zumindest nicht immer … Manchmal bin ich die, die ich gerne wäre, manchmal die, die andere in mir sehen, und manchmal ein bisschen die, die ich eventuell tatsächlich bin. Die Schnittmenge dieser drei Persönlichkeiten ist eine sehr geringe, leider. Ich wäre gerne charmant, eloquent, witzig, ein bisschen verrucht, beliebt, ehrlich, sympathisch, gut aussehend, und vor allen Dingen intelligent. Andere sehen in mir unterschiedliche Personen, wenn ich es gut anstelle, sehen sie in mir, wie ich gerne wäre, dann hat man keine gemeinsame Zukunft, weil es auf Dauer anstrengend ist, sich zu verstellen, oder nur die guten und liebenswerten Facetten zu zeigen. Manche sehen in mir den Streber, immer etwas zu laut, zu aufgedreht, andere denken ich wäre schüchtern, oder unfreundlich und ein bisschen gemein. Die, die in mir den unangenehmen Streber sehen, die wollen natürlich keine Zukunft mit mir. Jetzt müsste ich noch mein tatsächliches Ich darlegen, aber das kann ich gar nicht. Ich vermute es ist von allem etwas wahr. Und vielleicht bin das ja doch wirklich ich, manchmal liebenswert und ein anderes Mal halt einfach anstrengend. Vielleicht kann ich die werden, die ich gerne wäre, vielleicht geht das doch!

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