Reise

Ich fahre nach Berlin im November. Ich freue mich, und fast mehr habe ich Angst. Angst, dass es nicht so wird, oder vielmehr nicht so werden kann, wie ich es mir vorstelle. Ich weiß, dass es nicht so werden kann. Ein Jahr hatte ich Zeit mir zu überlegen, wie es sein könnte, wenn es passieren würde. Wenn es nicht so wird, dann habe ich Zeit verschenkt und ungelebtes Leben, aber schlimmer wiegt, dass ich so viel Hoffnung verlieren werde. Hoffnung, dass es doch so werden kann, wie es werden soll. Wenn es so wird, wie ich es will, wird es mich vermutlich in eine noch größere Krise stürzen. In ein tiefes Loch, ohne doppelten Boden, weil ich nicht noch ein Jahr warten kann, weil ich jetzt lebe und nicht irgendwann. Und weil es keine Zukunft geben kann. Weil meine Liebe zu jung ist, und eigentlich gar keine Liebe. Entweder werde ich enttäuscht oder verletzt sein, und beides will ich nicht. Aber ich kann jetzt nicht mehr zurück. Mein Flug ist gebucht, mein Konzert bekannt gegeben, meine Abende verplant – Ende offen

Es ist halb eins (a.m.), es tut mir Leid! Jetzt gehe ich schlafen!

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *