Zwischen Warten und Leben

Im Moment warte ich. Dieser Zustand wird sich vermutlich auch noch länger halten, im Optimalfall muss ich da leider schon hinzufügen. Denn wenn ich nicht mehr warte, ist was schief gegangen, es sei denn ich habe das Warten aktiv beendet, was ich eh nicht tun werde. Denn ich bin schrecklich unemanzipiert, ausserdem lohnt sich das Warten vermutlich. Der Winter wird dadurch auch erträglicher. Die Kälte, die sich in mein Gesicht einbrennt, und wie tausend feine Nadelstiche schmerzt, kann ich schon fast als belebend einstufen. Wenn ich nicht warte, lebe ich. Merkwürdigerweise empfinde ich das Leben als Überbrückung des Wartens, nicht umgekehrt. Davon abgesehen, geht es mir immer noch recht gut. Nachdem ich zwischenzeitlich schon dachte, ich müsse Ersatz beschaffen, beim Poetry Slam schrecklich enttäuscht wurde, und dem Kältetod trotzen musste, ist alles gut. Für’s Erste!

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